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Heute antifaschistische Demonstration in Bludenz

In Bludenz findet heute eine Antifademo statt. Organisiert wird das Ganze von der SJ Vorarlberg und ihren SP Parteigenossen(Innen?) aus Ostösterreich. Treffpunkt, Programm und Aufrufe weiter unten.
[Sa, 26.02.05, 15.30Uhr, Bhf Bludenz]

FM4's Reality Check investigates "Hitler's Hold on Europe"

Reality Check (12-13Uhr)
with Riem Higazi

It's been sixty years since Adolf Hitler put a gun in his mouth and killed himself but he still manages to make the headlines around the globe today. Whether the banning of Nazi symbols or Neo-Nazi groups is being discussed in the European Parliament, or the Queen of England's grandson is pictured wearing an SS uniform, Hitler's reign of terror is omnipresent in today's world. With a look at the alarming rate at which the Neo-Nazi movement is growing from Germany to Russia, a five-star resort dubbed The Hitler Hotel, and an Academy Award-nominated film depicting the last days of the dictator, FM4's Reality Check investigates "Hitler's Hold on Europe".

heute auf FM4
26.2.05 02:11


Autonome AntifaschistInnen

Vorarlberg wurde in den letzten Jahren wegen seiner idealen Lage (Dreiländereck – Grenznähe zu Deutschland und der Schweiz) zum Versammlungsort der überregionalen Naziszene. Immer wieder finden rechtsextreme Veranstaltungen wie Konzerte, Partys und auch politische Treffen mit teilweise bis zu 1000 Neonazis statt.


Ebenfalls von Vorarlberg aus sind die zwei Neonazibands „Tollschock“ und „Stoneheads“ aktiv. Wobei letztere, aus dem „Blood and Honour Vorarlberg“ („Blut und Ehre“ – ein weltweites Neonazinetzwerk) Umfeld stammende Band, am 24.1.05 wegen Verhetzung zu Geldstrafen bis zu 2.400€ verurteilt wurde. Als Beweismaterial wurden, Liedtexte („Wir hassen Juden. Wir hassen Neger“) und Fotos von ihrer USA-Tour mit der Naziband „Final War“ (es waren auch Fotos dabei, die die Angeklagten in bewaffneter Pose zeigten) herangezogen.

Neben „Blood & Honour“ existiert in Vorarlberg noch der „Club122“ (122 steht für den 1. bzw. 22. Buchstaben im Alphabet = A bzw. V, 122 bedeutet also „Alemannen Vorarlberg“). Dieser arbeitet eng mit „Blood & Honour“ zusammen. Es wurden zum Beispiel Gedenksfahrten zu SS-Kriegerdenkmälern sowie Veranstaltungen mit SS-Veteranen organisiert. Zudem ist der „Club122“ immer wieder auf rechtsextremen Demonstrationen in Deutschland präsent.

Zusammenfassung der Ereignisse im letzten halben Jahr (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

* 28.8.04: Vermutung eines Naziskinheadkonzertes in Frastanz. Tatsächlich (Ausweichort!?) fand es in Wangen (Deutschland) statt und wurde polizeilich aufgelöst.

* 9.10.04: Neonazikonzert in Krumbach mit rund 450 TeilnehmerInnen. Es spielten je 2 als neonazistisch eingestufte Bands aus Deutschland und den USA. Bei diesem Konzert stürzte eine 23-jährige Konzertbesucherin aus München in einen Bach und ertrank.

* 23.10.04: Ankündigung eines Trauermarsches für die beim Konzert Verstorbene in Bregenz. Dieser wird jedoch von den Behörden verboten. Massive Präsenz der Exekutive im Großraum Bregenz. Es wurden aber trotzdem Neonazis in Bregenz gesichtet. Gerüchten zufolge fand eine Veranstaltung mit unbekannter TeilnehmerInnenzahl in Götzis statt.

* 30.10.04: Erneuter Versuch eine Demonstration anzumelden unter dem Titel „Intoleranz gegen nationale Gesinnung“; wiederum behördliches Verbot.

* 6.11.04: Wieder wurde eine Demonstration der Neonazis, mit dem Motto „gegen den EU-Beitritt der Türkei“, in Feldkirch untersagt

* 13.11.04: Etwa 100 PolizistInnen in Riotausrüstung waren am Samstag nicht in der Lage, einen Aufmarsch von ca. 50 Naziskins am Rande der Demonstration zu verhindern, die im Gedenken an den Novemberpogrom 1938 in Dornbirn stattfand. Im Gegenteil suchte die Bezirkshauptmannschaft nach einer Möglichkeit, die antifaschistische Veranstaltung zu untersagen.

* 8.12.04: Schlägerei zwischen Antifas und 6 Neonazis in Dornbirn.

* 18.12.04: Vier Neonazis griffen eine Gruppe Jugendlicher in Bludenz an. Im Verlauf einer verbalen Auseinandersetzung wurde einer Person eine Gaspistole an die Schläfe gehalten.

* 25.12.04 Fünf Naziskins, bewaffnet mit Gaspistole, Schlagstöcken und Messern, griffen BesucherInnen eines Punkkonzerts in Bludenz an. Dabei wurden mehrere Jugendliche verletzt – eine Person trug eine Schusswunde am Kopf davon.

* Am selben Tag kam es vor der Gendarmeriewache (!!!) zu weiteren Übergriffen von zwei Naziskins auf Jugendliche, die auf die Wache mussten, um Aussagen zu den oben genannten Vorfällen zu machen. Als diese sich wehrten, mussten sie das gegenüber der Gendarmerie auch noch rechtfertigen, was zu einer Anzeige wegen Beamtenbeleidigung führte.

* 7.1.04 Eine Gruppe von Neonazis schlagen auf einen Passanten in Feldkirch ein und brechen ihm dabei die Hand.


In den Vorarlberger Medien, werden, die fast schon im Wochentakt auftretenden rechtsextremen Gewalteskalationen zumeist als unpolitische Scharmützel zwischen rivalisierenden Jugendbanden dargestellt.

Die Landessicherheitsdirektion in der ÖVP-Hochburg Vorarlberg schaut der Reorganisierung und Finanzierung der Szene tatenlos zu. Bei Konzerten (über welche sich die Neonaziszene großteils finanziert) sah die Polizei oft nur tatenlos zu und beschränkte sich darauf, den Verkehr rund um die Veranstaltungsorte zu regeln.

Angesichts dieser untragbaren Umstände, fordern wir jede und jeden dazu auf, nicht mehr länger tatenlos zuzusehen und rufen dazu auf, an der überregionalen Antifa-Demonstration tatkräftig teilzunehmen.

[Wir unterstützen zwar den Aufruf der „Sozialistischen Jugend“, da wir aber nicht unter dem Banner einer parteinahen Organisation demonstrieren wollen, wird sich ein „autonomer Block“ auf der Demonstration bilden.]


Organisiert euch SELBST,
vernetzt euch mit bestehenden Zusammenhängen
und setzt antifaschistische Aktionen!

Faschistische Strukturen zerschlagen – Naziübergriffe verhindern!


Treffpunkt:
26.2.05
15:30 Uhr
Bahnhof Bludenz
11.2.05 23:54


Internationaler Holocaust Gedenktag

Heute wurde weltweit der Befreiung des KZs Auschwitz (heutiges Polen) durch die rote Armee gedacht.

Auch in Vorarlberg wurde anlässlich dieses Datums der Dokumentarfilm "Eine verschwundene Welt" von Emil Rennert gezeigt. Die Dokumentation zeichnet die Geschichte der letzten Überlebenden der Shoa / des Holocaust aus Radautz (Bukowina, Rumänien) nach. Mehr als 9.000 Jüdinnen und Juden wurden am 14. November 1941 nach Transnistrien deportiert. Die dortige jüdische Bevölkerung wurde ermordet und ihre Häuser zu Lagern für die RumänInnen umfunktioniert. Die Überlebenden aus Radautz erleben heute noch alltäglichen Antisemitismus, auch und gerade von jungen Menschen. Der 18jährige Filmemacher aus Wien war persönlich anwesend und erklärte sein Projekt.

Der Film dauert 32 Minuten und ist auf DVD und VHS erhältlich. Bestellungen bitte direkt beim Autor

Bezugsadresse (NOSPAM rauslöschen)

Quelle: GAJ vs. Vorarlberg
27.1.05 23:12


"Mir wurde eine Gaspistole an den Kopf gehalten"

[Anmrk. d. Red.: Text unverändert aus W&W übernommen!]

VON MARIO OBERHAUSER e-mail: mario.oberhauser@ww.vol.at
Einsatz von Baseballschlägern, Gaspistolen oder Springmessern, "Glatzen-Konzerte" und unmissverständliche Parolen auf einschlägigen Internetseiten. "Viele Skins treffen sich in Vorarlberg, das ist schon lange bekannt", erzählt Florian, 24.
"Das sind riesige Netzwerke, nicht nur ein paar Spinner", so Florian von der Grünen Al - ternativen Jugend weiter. "Im Gegensatz zu Deutschland ist man im Ländle offensichtlich toleranter – das Dreiländereck ist hierfür auch perfekt geeignet." Diese traurige Tendenz wird durch Konzerte der rechten Szene, wie etwa jenes in Krumbach (rund 450 Besucher) untermauert. Auch Übergriffe von sogenannten Nazi-Skinheads häufen sich. Kürzlich wurde einem Jugendlichen in Feldkirch von drei Skins die Hand gebrochen. Einer von ihnen hatte ein Hakenkreuz und einen Reichsadler auf dem Hinterkopf eintätowiert (siehe Randspalte).
Gezielte Angriffe!
Helmut, 18, von der GAJ, wurde selbst zum Opfer. "Mit zwei Freunden wurde ich in Feldkirch (in der Nähe vom Alten Hallenbad) von drei Skins bedroht. Einer hielt mir sogar eine Gaspistole an den Kopf und fragte mich, ob ich gegen Nazis sei. Gottseidank ist nichts passiert." Laut Helmut wird auf einschlägigen Internetseiten gezielt zu Angriffen aufgerufen.
Rassistische Schmierereien ...

Gesamter Artikel:

Quelle: Sonntag 25.01.05 Wann & Wo
25.1.05 17:18


Aufruf zu einer Demo am 26.2.2005.

Vorarlberg wurde in den letzten Jahren zu einem Tummelplatz der internationalen Naziszene. Vor zehn Jahren noch schien der Faschismus im Lande vor allem ein biologisch zu lösendes Problem zu sein: alte Kameraden, Ewiggestrige, intellektuelle Täter vom Schlage eines Walter Ochsenberger (mit seiner Zeitung "Sieg") und einige aggressive Saufskins. Heute schaut der braune Sumpf ganz anders aus.



In der Skinszene rekrutiert und organisiert eine internationale konspirativ agierende Gruppe; mit "Tollschock" ist eine szenebekannte rechtsextreme Band in Vorarlberg beheimatet; die Fußballkultur ist rechts unterwandert (bei den "Schwarz-Weißen",...) eine "Kameradschaft" nimmt das Erbe der SS auf, und im Mittelschülerbereich agiert eine akademische Kameradschaft, deren "alter Herr" in der Szene nicht unbekannt sein soll, daneben aber in Mittelschul-Elternvereinen ein angesehener Vertreter ist, der dadurch auffällt, dass er gegenüber linken SchülerInnen und Protestbewegungen an den Schulen immer für die härtesten Disziplinarmaßnahmen eintritt.Und die Landessicherheitsdirektion in der ÖVP-Hochburg Vorarlberg schaute der Reorganisierung und Finanzierung der Szene tatenlos zu. Viele Umstände lassen darauf schließen, dass es hier ein Abkommen gab, das ungefähr so lautete: "Tut’s nichts auffälliges, dann lassen wir euch in Ruhe".Wir durchbrechen dieses Schweigen und kämpfen für ein nazifreies Vorarlberg. Die Nazis sind in Vorarlberg schon viel zu stark, als dass man einfach wegsehen könnte.

Deshalb:

->Bilden wir im ganzen Bodenseeraum ein “Netzwerk gegen rechts!”
->Schaffen wir an Schulen, Berufsschulen und in Betrieben antifaschistische Aktionskomitees!
->Mobilisieren wir für Ende Februar Österreichweit und international zu einer großen Antifa-Demo nach Vorarlberg!

Quelle: SJ Vorarlberg
25.1.05 22:27


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